Arbeitsgruppe Weichfresser e.V. - Für Freunde der Weichfresser

Rotohrbülbül

28 Jul, 2017

Rotohrbülbül

Rotohrbülbül

Foto: B. Simon

Familie: Pycnonotidae
Englisch:       
  Red-whiskered Bulbul
Französisch: 
Bulbul orphée
Holländisch: 
Roodoor-buulbuul

Wissenschaftlich: Pycnonotus jocosus
   
Pycnonotus jocosus jocosus
    Pycnonotus jocosus monticola
    Pycnonotus jocosus fuscicaudatus
    Pycnonotus jocosus abuensis
    Pycnonotus jocosus pyrrhotis
    Pycnonotus jocosus emeria
    Pycnonotus jocosus whistleri
    Pycnonotus jocosus monticolus
    Pycnonotus jocosus pattani
    Pycnonotus jocosus hainanensis

Verbreitung
China, Assam, Nepal, Indien, in einigen Ländern eingeführt von chinesischen Einwanderern.


Aussehen

Dieser weit verbreitete und häufige Bülbül kommt in 10 Unterarten vor. Das Unterscheiden erfolgt anhand der Ausdehnung der weißen Gefiederfärbung an den Steuerfedern, des dunklen Halsbandes, der Länge der Haube und des Schnabels und der Rückenfärbung. 

Foto: Ph. Bagdahn

Lebensraum
Sie leben in offenen feuchten Dschungeln, vor allem an Waldrändern, entlang von Ufern, aber auch in Parks und Gärten. Selbst in den lautesten Städten sind Rotohrbülbüls häufig anzutreffen. Sie leben paarweise oder in lockeren Trupps. 


Haltung

Die Unterbringung soll in einer bepflanzten Voliere mit angeschlossenem frostfreien Schutzraum erfolgen. Außerhalb der Brutzeit können sie in großen Volieren mit anderen Vogelarten vergesellschaftet werden, auch mit anderen Bülbülarten. Sie nehmen gerne Sonnebäder und baden mehrmals am Tag in flachen Wasserbecken. Während der Brutzeit sollten sie alleine in der Voliere untergebracht sein, da sie ihr Revier sehr aggressiv, auch gegenüber größeren Vögeln, verteidigen.


Futter

Bei der Ernährung der Bülbüls spielen zwar Früchte eine große Rolle, doch sollte die Grundnahrung stets ein gutes Weichfuttergemisch sein. Durch Zusatz von Obstsäften und saftigem Obst (Bananen, Kirschen, Orangen, Weintrauben etc.) kann man die Vögel an die Aufnahme des Futters gewöhnen.


Zucht

Hat man ein harmonierendes Paar, ist die Zucht des Rotohrbülbül einfach. In einen Busch wird das napfförmige Nest gebaut. Das Gelege besteht in der Regel aus drei bis vier Eiern. Die Brutzeit beträgt ca. 12 Tage. Als Aufzuchtfutter gibt man in den ersten Tage kleine Insekten, Ameiseneier und helle (frisch gehäutete) Mehlwürmer. Beringt wird nach 7 Tagen mit 3,5 mm Ringen. Die Jungen der ersten Brut können in der Voliere verbleiben, sie werden von den Altvögeln nicht vertrieben.  

Veröffentlicht von Herrn Gerhard Ritters

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