Rotbauchniltava

Familie: Muscicapidae
Wissenschaftlich: Niltava sundara
Deutsch: Rotbauchniltava
Englisch: Rufous-bellied Niltava
Französisch: Gobemouche sundara
Holländisch: Roodbuikniltava

Niltava sundara hat 3 Subspezies
 Niltava sundara sundara
 Niltava sundara whistleri
 Niltava sundara denotata

Verbreitungskarte

Fotos: Copyright: R. Diringer

Dieser hübsche und ca. 15 cm große Vogel ist eine südasiatische Fliegenschnäpperart mit ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Das Männchen hat eine überwiegend blaue und rotbraune Gefiederfärbung. Weibchen sind schlicht garubraun befiedert. Das Verbreitungsgebiet erstrckt sich von Pakistan über die Himalajaregion bis nach SW-China.

Rotbauchniltavas sind vorwiegend im Unterholz von dichten Bergwäldern und im Flußdickicht anzutreffen. Ähnlich wie unser heimisches Rotkehlchen gehen sie hier auf Insektenjagd. Die verschiedenen Insekten werden entweder vom Boden abgelesen oder im Flug erbeutet.

Außerhalb der Brutzeit leben Männchen und Weibchen getrennt. Währen der Brutzeit verteidigen sie aber gemeinsam ihr Brutrevier. Im Winterhalbjahr suchen sie tiefergelegene Gebiete auf. Man trifft sie dann auch in gemischten Vogelverbänden, die nahrungssuchen umherziehen. Aus Insektenmangel werden im Winter auch verschiedene Arten von Beerenfrüchten aufgenommen.

Die Brutgebiete der Rotbauchniltava liegen meistens in höheren Lagen ab 1600 m bis 3200 m NN. Die Brutperiode reicht von April bis August. 1-2 Jahresbruten sind die Regel. Beide Partner beteiligen sich am Nestbau, der Bebrütung und Jungenaufzucht. Das Nest wird in Felsspalten, Baumspalten oder Wurzelaushöhlunen gebaut. (Halbhöhlenbrüter) Das Gelege besteht aus 3-4 Eiern, Brutzeit 12-13 Tage. Nach ca. 15-16 Tagen Nestlingzeit fliegen die Jungen aus. Die jungen Männchen sin dann schon an den blauen Schwanzfedern zu erkennen.

Rotbauchniltava sind sehr beliebte Volierenvögel. Die Unterbringung natürlich nur in einer biotopgerechten eingerichteten Voliere. Gegenüber den Pfleger werden sie sehr bald zutraulich, ja sogar zahm. Im Winter ist eine frostfreie Unterbringung erforderlich.

Ein gutes Insektenfuttergemisch sowie verschieden Lebendinsekten (Mehlkäferlarfen, Fliegenmaden, Heimchen, Ameisenpuppen etc) sollten zum täglichen Futterangebot gehören.