Arbeitsgruppe Weichfresser e.V. - Für Freunde der Weichfresser

Beo

27 Sep, 2017

Beo

Beo / HILL MYNA / GRACULA

Artbeschreibung:

Der Beo hat ein schwarzes Federkleid, welches im Sonnenlicht grünlich bis violett schimmert. Seine Flügelschwingen haben einen weißen Streifen, die im Flug besonders schön zu sehen sind. Sein Schnabel ist Orange, seine Beine und seine fleischigen Kopflappen sind gelb.

Junge Beos sind im ersten Lebensjahr eher matt und ein wenig gräulicher gefärbt.

Je nach Art und Unterart variiert die Größe der Beos stark (von 24cm bis 32cm).

Geschlechter können mit bloßem Auge nicht unterschieden werden, wobei beim adulten Männchen die Iris braun und bei dem adulten Weibchen graubraun ist.

Herkunftsgebiete der Unterarten:

Es gibt 5 Beo Klassifizierungen und diese unterteilt man in Ihre Unterarten. Hier in diesem Bericht soll es Hauptsächlich um unseren bekannten Mittel Beo (Gracula religiosa intermedia) und den Großen Beo (Gracula religiosa religiosa ) gehen.

  • Gracula robusta: Nias, Pulan, Babi, Tuangku, Bangkaru, Inseln Sumatras
  • Gracula indica: Südwestindien, im Süden von Sri Lanka
  • Gracula enganensis: Südwestsumatra
  • Gracula ptilogenys: Südwesten von Sri Lanka
  • Gracula religiosa:
  • Gracula religiosa intermedia: Nordindien bis Myanmar, Thailand, Indochina und China
  • Gracula religiosa religiosa: Malaysia, Sumatra, Java, Bali, Borneo und Bangka
  • Gracula religiosa batuensis: Batu und Mentawi Inseln, Nordwestsumatra
  • Gracula religiosa palawanensis: Palawan, Süd-Westen der Philippinen
  • Gracula religiosa venerata: westlich Sundas, Sumbawa, Flores, Pantar, Lomblen und Alor
  • Gracula religiosa peninsularis: Nordostindien
  • Gracula religiosa andamanensis: Andaman und Nicobar Inseln

 

Das natürliche Hauptverbreitungsgebiet des Mittel Beo erstreckt sich über China, Thailand und Vietnam. Das des großen Beos eher über Malaysia und Indonesien.

Unterbringung:

Als Unterbringung empfehle ich eine kombinierte Außenvoliere mit Schutzhaus. Das Schutzhaus sollte im Winter frostfrei sein und im Sommer vor Hitze schützen. Hierfür ist eine Grundfläche von 2 m² besser noch 4 m² nötig, mit einer Höhe von mindestens 2 Meter angebracht.

Die Außenvoliere sollte mindestens 5 Meter tief und 1 Meter breit sein. Die Höhe sollte ebenfalls 2 Meter betragen. (Ich empfehle mindestens 10 m² für 2 Beo´s)  Je größer desto besser!

Die Außenvoliere sollte reichlich bepflanzt sein. (z.B. mit Thuja, Schilf, Bambus, Jasmin, und diversen Bäumen) Hier gilt die Faustregel „viel hilft viel“! Je dichter der Volierenbewuchs je wohler fühlen sich die Vögel.

Fütterung

Im Winterhalbjahr wird folgendes Futter im Schutzhaus gegeben:

– Obst (Äpfel, Bananen, Mandarinen, Holunderbeeren, Johannisbeeren)

– Weichfutter von Orlux, Witte Molen, und  Nutri Bird Beoperlen T16

– Insekten (Schaben, Heimchen, Mehlwürmer)

Im Sommerhalbjahr wird in der Außenvoliere gefüttert  mit:

– Obst (Äpfel, Bananen, Birnen, Erdbeeren, Kirschen und alles was der Garten an Beeren so hergibt)

Nicht zu empfehlen sind Weintrauben und anderes stark eisenhaltiges Obst.

– Weichfutter von Orlux, Witte Molen und Nutri Bird Beoperlen T16

– Insekten werden im Sommer reichlich geboten (Schaben, Heimchen, Mehlwürmer, Pinkys, Buffalos, Drohnenbrut und jegliche Art von „Wiesenplankton“)

Zuchtvoraussetzung

Um Beos erfolgreich zu züchten, müssen alle bisher beschriebenen Faktoren von Voliere und Fütterung und viel Ruhe um die Voliere gegeben sein. Es empfiehlt sich nur einen Brutkasten, da sich Beos meist schwer entscheiden können. Diesen mit den Abmaßen beim Mittelbeo von 20cm x 20cm x 40cm und einem Einflugloch von 7 bis 8 cm anzubieten. Und beim Großen Beo von 25cm x 25cm x 50cm und einem Einflugloch von 10 bis 12 cm.

Als wichtigste Voraussetzung zur Zucht gilt es natürlich, ein gut harmonierendes Paar Beos zu haben, welches auch mindestens 2 Jahre alt sein muss, da die Tiere ab dem 2 Jahr geschlechtsreif sind! 

Zucht

Das Beos zur Brut schreiten merkt man daran, dass sich das Männchen  und das Weibchen hastig durch die Voliere treiben. Diese kleinen Jagdszenen ziehen sich häufig über Tage hin und enden mit vollster Erschöpfung und teilweise mit dem Paarungsakt.

Beos sind Höhlenbrüter und bauen ein meist stattliches Nest aus Birkenreisig, Stroh, Heu, Schilf, Bambusblättern und diversen anderen Blättern. Das Nest wird von beiden Tieren gemeinsam gebaut, wobei hier die Feinausstattung vom Weibchen übernommen wird.

Ein Gelege besteht aus 2 bis 3, manchmal auch 4 grünlich gesprenkelten Eiern, welche ca. 20mm breit und 30mm lang sind.  Diese werden ca. 14 Tage ausschließlich vom Weibchen bebrütet.

Die jungen Beos haben eine durchschnittliche Nestlingszeit von ca. 23 Tagen, wobei auch diese Zeit bis zu 28 Tage dauern kann.

Beringt werden die Jungtiere am 7 Lebenstag, beim Mittelbeo mit 6,5mm Ringen und beim Großenbeo mit 7,5mm Ringen.

Gefüttert werden jegliche Insekten, am Anfang die etwas Kleineren und ab der ersten Woche dann auch Größere, bis hin zu kleinen Mäusen und Vögeln. Ab der zweiten Woche konnte  ich auch das Füttern von Obst und Beoperlen beobachten.

Sobald die jungen Beos das Nest verlassen haben, werden zwar ab dem 3-4 Tag erste eigene Nahrungsaufnahmen beobachtet, aber es dauert noch mindestens 14 Tage bis diese dann komplett selbstständig fressen.

Die in diesem Artikel beschriebenen Angaben, stammen aus meiner persönlichen Erfahrung und Einschätzungen.

Text und Fotos: Patrick Frommolt  (2016)

 

Quellen

Wikipedia The free Encyclopedia

http://images.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2Fwikipedia%2Fcommons%2Fa%2Faa%2FGracula.svg&imgrefurl=https%3A%2F%2Fen.wikipedia.org%2Fwiki%2FGracula&h=2709&w=4000&tbnid=sKAJrCL_4ux4HM%3A&docid=B08JBaFMhKgqrM&ei=gFt_V5PUIMvRsAGotbO4Dg&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=526&page=1&start=0&ndsp=28&ved=0ahUKEwiTlNiPsePNAhXLKCwKHajaDOcQMwg8KA8wDw&bih=783&biw=1600

Avibase the world bird database

http://avibase.bsc-eoc.org/species.jsp?lang=DE&avibaseid=1B091A9E2BD6953A&sec=flickr&ssver=1

 

Starlings and Mynas von Helm Identification Guides